Herbstreise nach London
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| (2005) London Herbstreis |
FREITAG, 30.9.2005
Freitag, knapp vor sechs Uhr treffe ich auf meine sechs Mit-Nach-London-Kommen-Kämpfer vom Verein Jugend Aktiv Neuenkirch, der die Reise organisiert. Unser erstes Etappenziel ist der Flughafen Basel. Um diese Etappe zu meistern, buchen wir natürlich bereits im Voraus das allseits beliebte Schmidreise-Taxi! Mit diesem luxuriösen Bus begehen wir uns Richtung Autobahnauffahrt Sempach. Oh Schreck, wir stellen aber schon bei Sempach-Station fest, dass der Proviant fehlt. Das Vis-à-Vis-Lädeli weiss Abhilfe zu schaffen, das Büchsenbier versüsst die Reise nach Basel beträchtlich.
Voller Euphorie laufen wir zum Check-In Schalter. Alle meistern die Passkontrolle, und das in unserem Zustand, wow! Und einen Tipp nebenbei: Macht nie Fotos von der Passkontrolle, das kommt nie gut an… Im Duty Free Shop gibt es leckere „Sachen“ zu günstigen Preisen!
Boarding-Time, endlich, das Trinken hat ein Ende und wir können easy in den Jet einsteigen! Der Flug nach London ist kurz, aber für einen Apèro im Flieger reicht es alleweil. Landung, Gepäckausgabe und Einreise klappen problemlos, aber das scheiss Inselwetter am Flughafen London Luton verdirbt uns beinahe die Stimmung! Sieben Leute machen sich in einem Sechsplätzertaxi auf den Weg, das ***** Deluxehotel Wake-Up London zu suchen! 75 £ später haben wir immer noch keine Ahnung, wo sich unsere Herberge befindet. Nach langem hin und her finden wir sie doch noch! Kaum zu übersehen, diese baureife Hütte! Die Deluxesuiten werden in der Folge meistens als Ausnüchterungszelle benutzt.
Am nächsten Mittag schlafen wir nicht mehr weiter und beschliessen, Italienisch essen zu gehen. Der lustige Kellner, den ich auch gern als Peach Weber von London nenne, geht mir gewaltig auf den Sack. Nach der glatten Unterhaltung probieren wir uns im U-bahnfahren, um die krasse Towerbridge anzuschauen. Wir laufen der schmutzigen Themse entlang, die Kilometer häufen sich, aber es hat sich gelohnt. Denn wir können endlich einmal ein Bier trinken, das noch Kohlensäure hat. Die Brücke war auch ganz ok, abends dinieren wir im Swan, so eine edlere Burgerbude!
Sonntag, endlich Sonntag, auf diesen freuen wir uns schon die ganze Zeit. Wir pilgern nämlich in die Kirche. Um genau 13 Uhr ertönt das Glory, Glory Halleluja! Was für ein Augenblick! Dann beginnt die Messe. Nach sehr viel Messwein ist um 16 Uhr auch schon wieder Schluss, aber nur die Messe. Mit dem Car geht es in die Afterhour-Bar, nachmittags um 1630Uhr!
Am Montag gehen wir getrennte Wege. Zugar und ich fahren ein bisschen Bus und suchen bei jeder Haltestelle ein lustiges Pub, um ein Pint zu pressen, jawohl! Danach schlafen wir ein bisschen im Hyde Park. Am Abend bestellen wir uns schon mal ein Taxi für den nächsten Morgen. Danach begehen wir uns zur Hotelbar, um unseren letzten Abend richtig zu feiern. Ein schlechter Sänger, der noch grässlicher Gitarre spielt, will uns vermutlich aus der Bar vertreiben. Brunello opfert kurzerhand sein leeres Pintglas und geht auf Geldsuche, in der Hoffnung, dass der Musiker mit Spielen aufhört! Die £ in meinem Portemonnaie gehen aus, der Durst jedoch bleibt!
Von der langen Nacht gezeichnet, steigen wir diesmal in ein Taxi, in welchem jeder einen Sitz für sich findet. Mit offenen Fenstern, da gewisse Leute ihre Vergasung nicht unter Kontrolle haben, fahren wir los! Da wir keine Ahnung von der Distanz haben, klärt uns der Fahrer auf! Für eine beschissene Stunde Vollgastaxifahrt müssen wir ihm 150 £ berappen. Nicht mehr ganz so easy setzen wir uns wieder in den Jet. Über eine Stunde müssen wir auf den Abflug warten.
[©Text by Buno, mit persönlichen Ergänzungen von Tschägg]

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